das Neueste vom Tage
Norwegen 2019-02
Ullapool 2018
Shetland Isles 2018
Kurz-Trip NL 2018
E-Gitarren-Bastelspaß
Island 2016
Canada 2015
Oslo-Bergen 2014
Norwegen März 2013
Norwegen Nov. 2012
Norwegen März 2012
Norwegen Okt. 2011
Grönland 2011
Norwegen 2010
Zoobilder
IMPRESSUM


Am 03.10.2018 ging es also entspannt los, mit dem neuen/alten Auto von Lutz zur Nacht-Fähre von Amsterdam nach Newcastle.

Im Hafen von Ijmuiden gab es viel zu sehen.

... und am nächsten Morgen bei der Hafeneinfahrt von Newcastle auch.

von hier ging es nun bei Edinburgh über die neue Brücke

rund 540 km in den Norden nach Ullapool am Loch Broom an der Westküste

Während Lutz den Wagen parkte, hab ich im Hotel eingecheckt und schon mal für 2019 reserviert.....schließlich hatte ich ja bereits vor der Abfahrt mein
Weekend-Ticket für das 20. Ullapool Guitar Festival in 2019 gebucht. Und ich war nicht die erste, mein Ticket steht an 4. Stelle auf der Liste.


Je nach dem, in welche Richtung man schaute, gab es sehr unterschiedliches Wetter; die letzten 3 Bilder sind innerhalb von 4 Minuten entstanden.

Vor Beginn des Festivals am Freitag Nachmittag gab es noch reichlich Zeit für ein paar Spazierfahrten:


Für diese Hängebrücke gab es einen sicher unmissverständlichen Hinweis:

Am Freitag, gegen 17.30h ging das Festival dann mit dem Abholen des Ticketarmbändels los. Bis zum 1. Konzert um 19.30h blieb genügend Zeit, kurz mit
Richard (der Veranstalter, der mich letztes Jahr per Mail davon überzeugt hat, nicht nur für einen Tag nach Ullapool zu kommen) zu plaudern, die
Instrumente von 4 verschiedenen Gitarrenbauern in der Ausstellung zu bewundern und mit dem Hersteller meiner Kapodaster zu sprechen.
In der total entspannten, fast familiären Atmosphere kam man auch mit den anderen Besuchern ruckzuck in nette Gespräche.

Nach dem letzten Konzert gegen 23.30 Uhr gab es nun die erste der "Late Club Session" - "Midnight till late", ich hab es bis kurz nach eins ausgehalten,
als ich ging, waren wohl noch über 70 Leute da.


Am Samstag machte Lutz sich nach dem Frühstück bei tollem
Wetter wieder auf zum Gegenderkunden.
Ich wollte eigentlich wie im Vorjahr wieder bei einem Workshop
von Clive Carroll zuhören, der aber -wie zu erwarten- überlaufen
war und da mich die anderen themenmäßig nicht so interessierten,
bin ich etwas durch Ullapool geschlendert und hab danach geübt,
schließlich war die "Feine" ja mit auf Reise.

Mittags ging es weiter mit den Konzerten, es gab wieder nette  Begegnungen und Gespräche, unter anderem mit einem der ausstellenden Gitarrenbauer.
Der hatte handwerklich tolle Instrumente auf seinem Tisch stehen, schöne Hölzer und großartige geschmackvolle Intarsienarbeiten. Würde ich Westerngitarre
mit Stahlsaiten spielen, ich glaube, ich wäre mit einem weiteren "Urlaubsmitbringsel" heimgekehrt.
Das hab ich dem Gitarrenbauer in unserem etwas länger dauernden Gespräch auch so gesagt, was ihn sichtlich gefreut hat.

Ach ja, die Konzerte..... große Klasse ..... und die anschließende Late Club Session war für mich, wie für alle anderen, in der Nacht um 2 Uhr zu Ende.

Sonntag, nach dem Frühstück und vor dem nächsten Versuch, einem der heutigen Workshops zuzuhören, hatte ich Üben auf dem Programm.
Aber der erste Blick in den Gitarrenkoffer verhieß nichts Gutes:


Die "E"-Saite war gerissen ... und ich hatte keinen Ersatz mit, dumm gelaufen, wird nicht noch mal passieren.

Bei den Workshops gab es fast die gleiche Situation wie gestern, weshalb ich diese nicht in Erwägung zog. Dann kam doch noch die Klassik-Gitarristin
Amanda Cook, da wäre Zuhören sicher interessant, falls sie den Workshop wirklich machen würde, denn da ihr Erscheinen unsicher war, hatte sich
eigentlich niemand dazu angemeldet. Doch dann wollte ein weiterer Besucher auch zu ihr. Sie war erstaunt, dass ich keine Gitarre mithatte, was ich ihr 
mit der gerissenen Saite und meinem Problem mit Zuhörern erklärte und dass ich ja auch erst sein gut 3 Jahren versuche zu lernen.
Sie strahlte mich regelrecht an: "Dann ist unser kleiner Kreis ja genau richtig." Und Mary (vom Veranstalter), die das alles mitkriegte, meinte:
"Ich geh mal für dich eine Konzertgitarre suchen und bring sie dir dann."

Wir sind also in eins der leeren Klassenzimmer und Amanda wollte von uns ein Musikstück hören, zu dem wir ggf Fragen hätten oder bei dem Schwierigkeiten
bestünden.

Mein Mitschüler Graham (Kennen wir uns nicht vom letzten Jahr???) jenseits der 70 mit über 50 Jahren Gitarrenpraxis und Bühnenerfahrung, trug dann das Stück
"Farewell to Stromness", eins meiner Lieblingsstücke und mindestens einer der Gründe, weswegen wir letztes Jahr den Abstecher zu den Orkneys gemacht haben.
Sie unterbrach ihn relativ früh und mahnte Aufwärm- und Lockerungsübungen an, von denen sie uns einige zeigte und uns nachmachen ließ. Und spätestens da
wusste ich, ich brauch eine Gitarre - wo blieb Mary denn nur?? Ich ging sie dann suchen, fand sie im Foyer, ganz betrübt, dass sie keine Gitarre gefunden hatte.
"Nimm die hier!" kam plötzlich eine Stimme von der Seite. Der Gitarrenbauer mit den wunderschönen Stahlsaitengitarren (man erinnere sich, ich hatte mich ja schon
nett mit ihm unterhalten) hielt mir eine entgegen. "Ach nein, warte, du spielst ja Konzertgitarre, die hier ist besser für dich. Die hat natürlich auch Stahlsaiten,
aber ein etwas breiteres Griffbrett."
Wir bekamen prima Tipps und Hinweise und Amanda freute sich, wenn wir etwas gut umsetzen. Ich bekam auch irgendwie (ohne Noten) einiges von meinen kleinen
Stücken hin . Es waren tolle intensive 2 Stunden, anstrengend, aber mit viel Spaß verbunden und netterweise erhielt ich von Amanda noch eine (wenn auch schon
gebrauchte) E-Saite, besser als nix.
Und meine Leihgitarre,...... also als wäre sie für mich gemacht, aber ich hab sie wieder zurückgebracht. Nathan, der Gitarrenbauer, freute sich, daß ich trotz
Stahlsaiten begeistert von dieser tollen Gitarre war. Ach ja....

Um 13.00h begannen die nächsten Konzerte, gegen 15.30h schickte Lutz per Whatsapp ein Foto eines Musikgeschäfts in Inverness, Sonntags aber leider geschlossen.
Die Konzerte waren gewohnt abwechslungsreich und großartig, in den Pausen ging es weiter mit den Begegnungen und Unterhaltungen, Mailadressen-Austausch
und mit einer grandiosen Late Club Session ging das diesjährige Ullapool Guitar Festival in der Nacht um 2 Uhr zu Ende, aber "....see you again next year...."

Montagmorgen hieß es auch im Hotel "See you again next year..." und wir machten uns auf den Weg nach Aberdeen

..mit der ein oder anderen Fotopause...
Geht doch nix über Weitwinkel......und getönte Autoscheiben....
Im Hafen von Aberdeen lag die Fähre schon bereit....
...und nun waren wir auf dem Weg zu den Shetland Inseln, Neuland für Lutz.

Und zum weiteren Bericht und den Bildern dieser Reise-Etappe geht es hier.