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Reisetag 07 - Donnerstag, 14.3.2013

Heute brauchte es keine zwei Weckzeiten, denn in Harstad die südgehende NORDNORGE draußen auf Deck zu erwarten, bevor wir uns selbst auf den nordgehenden Weg machen, ist ja selbstverständlich. Und mein Frühstück war auch entsprechend rechtzeitig beendet.

Die Ausflügler waren schon in den Bussen unterwegs zu ihrem Vesterålen-Ausflug, als die FINNMARKEN dann ablegte, an der alten Kirche von Trondenes vorbeifuhr und FINNSNES ansteuerte.

Auf dem Weg dorthin gab es für mich und weitere 19 Paxe die Brückenführung mit einem gutgelaunten Kapitän Kai Albrigtsen, der auch auf die ganz genauen Fragen eines Engländers geduldig einging. Eine geschlagene 3/4-Stunde waren wir auf der Brücke zu Gast. Ich war begeistert...

Dem Schokoladenmännchen auf der Reklametafel links an diesem Haus habe
ich dieses Mal nur von Bord aus zugewunken.

Nach dem Ablegen sah es kurz so aus.

Dann war ich Mittagessen und hab mich dabei mit einer lieben Mitreisenden angeregt festgeplaudert. Später war ich kurz in der Kabine, einen Zettel schreiben für die nächste Reise: nach Finnsnes NICHT essen gehen  - nein nein, nicht wegen des Essens und der netten Unterhaltung - es gibt einfach so viel zu sehen auf diesem Streckenabschnitt. Dafür aber das Gespräch abzubrechen, um hinauszustürmen, nee,  da war das Gespräch viel wichtiger.

 

Wir waren auf dem Weg nach Tromsø bei diesem Wetter.............

und so sah es aus, als wir ankamen:

Wir hatten das Polaria, die Eismeerkathedrale und eine erweiterte Stadtrundfahrt auf dem Programm, deswegen konnte ich nicht zum Treffen mit articGateway, einem dort wohnenden Foren-Mitglied – schade.
Übrigens meinte Finn, beim Polaria mal in den Schnee hüpfen zu müssen, beinahe wäre er komplett abgetaucht.

Später klarte das Wetter wieder auf:

Wieder zurück auf dem Schiff, passierte Unglaubliches: 1. ich saß beim Abendessen, als wir Tromsø verließen  – und 2. war die Kamera in der Kabine geblieben  – nicht schlimm, denn erstens hatten wir wieder viel Spaß am Tisch und zweitens hätte die Kamera wahrscheinlich das Bildmachen bei dem Stockfisch-Hauptgang eh verweigert.  Der war so ölig und fettig und Kapern iiiiiii und Oliven igittigitt.

Dann wollte ich die Kamera schon mal für die später anstehende POLARLYS-Begegnung und eventuelles Nordlicht gemütlich vorbereiten, aaaaaaaaber mittendrin gab es plötzlich Nordlicht-Alarm um 20.30h: Klamotten zumachen geht auch im Sturmschritt auf dem Weg nach draußen

... und gegen das Polarlicht hätte die POLARLYS fast keine Chance gehabt,  denn als die Polarlichtbögen sich über den ganzen Himmel spannten, bin ich auf Deck 8 gespurtet. Und hab dann die Zeit vergessen. Dort gab es auch keine Durchsage für die Schiffs-Begegnung. Erst als auf Deck das Licht wieder anging, schwante mir was. Glücklicherweise hatte ich das Handy dabei, so konnte ich mit dessen LED-Leuchte wenigstens rüberwinken.
Mich fragte jemand, welche Stärke denn das gesehene Polarlicht auf dieser immer wieder erwähnten Skala hätte, ob das so 3 gewesen wäre. Das konnte ich nur mit „Für mich gefühlt viel viel mehr“ beantworten.

Das war ein toller Tagesausklang. Dass der nächste Tag nur wenig später überhaupt nicht toll beginnen würde, erzähl ich im nächsten Tagesbericht.

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Reisetag 08 - Freitag, 15.3.2013

Hammerfest – ein kurzes Gardinenwegschieben reichte für einen Blick, dass wir auch wirklich da sind. Rausgehen lohnte sich nicht wirklich, erst recht nicht, da ich so gut wie gar nicht geschlafen hatte.  

 Vor Havøysund, der ganz hoch in meiner Favoritenliste der Hurtigruten-Häfen steht, war ich aber wieder an Deck,

wenn auch mit was wackligen Beinen (nein, wir hatten keinen Seegang – nein, ich war nicht seekrank – nein, auch kein Virus – aber das Menu gesternabend mit Stockfisch mit einer puren Ölsauce, getrockneten Tomaten und Kapern und Oliven, gefielen meinem Magen einfach nicht, dabei hatte ich doch höchstens die Menge gegessen, die auf einen Esslöffel passte.  ......... ich hätte auf die Kamera hören sollen, die ja gar nicht erst mit zum Abendessen gegangen ist.

 Kurz vor 2h wurde ich mit heftigem Schüttelfrost wach, und hatte gerade noch Zeit ins Bad zu gelangen .....um mich vom Meisten im Magen zu trennen. Dann war mir erst mal besser, aber gegen 4h wachte ich wieder auf, irgendeiner boxte mir immer in den Magen. Dabei war ich so was von schlapp... unglaublich, und im Magen war immer noch was zum Abgeben.....

Nach weiteren 2 Stunden war der Magen in Ordnung, ich hatte etwas geschlafen, ein Schluck Tee reichte für die Zwangsräumung des Restmageninhalts und dann war alles gut. Mir war nicht übel, keine Magenschmerzen, meine Beine trugen mich wieder,

nächster Halt: Honningsvåg

und nur ganz kurz überlegte ich noch, den Nordkapp-Ausflug sausen zu lassen... gut, dass ich das nicht getan hab, jedoch sicherheitshalber mit einer der berühmten Tüten in der Jackentasche.....
Mit 5 Bussen ging es hinauf, bei wunderbar blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein, im glattgepusteten Schnee glitzerten die Eiskristalle um die Wette, und mit einem netten Guide, dessen norwegische Erklärungen ich prima verstanden hab.

Am Nordkapp dann das bekannte Ablauf: Alle erst mal zur Kugel rennen lassen, abwarten, bis es denen zu kalt ist,

und selbst nach Erledigung div. Einkäufe dann die gewünschte Aufnahme machen:

Ratet mal, was diese 3 Fernseh-Leute vom NRK aufnehmen???

Die unendliche Weite und Wale, ja, wirklich: Wale. Ich hab so eben noch den ein oder anderen Blas erkennen können, fotografieren hab ich gar nicht erst versucht.

Dass dort Wale auftauchen ist sehr sehr selten, deswegen auch das TV-Team

 Dann ging es zurück

...nach Honningsvåg
Gegen 16h gabs in kleinem Fories-Kreis 
Apfelkuchen + heiße Schokolade (mein Frühstück) und alles ist gut!

Das Buffet sah mich heute abend nicht als Gast, Hunger hatte ich eh keinen, fühlte mich aber trotzdem prima.

Der Fischer mit den Krabben kam bei der Finnkirka an Bord, der Sonnenuntergang kurz zuvor war sehenswert.

Mit etwas Nordlicht wurde ganz schwer gerechnet, auf Deck bekam ich folgende Unterhaltung mit:

 Passagier 1: Siehst Du was???
 Passagier 2: Nee, was soll da sein?
 Passagier 3: Da ist nicht, komm wir gehen in die Bar...
 Passagier 4: Wenn die nichts durchsagen, ist da auch nichts.............

 
So richtig gesehen hab ich eigentlich auch nichts, vielleicht erahnt, und die Kamera mal draufgehalten

Jetzt siegte die Vernunft und Schlafnachholen war angesagt. Morgen soll es übrigens knackig kalt werden.

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Zur nächsten Reise-Etappe geht es hier lang.