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Tag 6 - Freitag, 24.06.2011

Die Erkenntnis, dass wir trotz aller Bemühungen doch nicht von JEDEM Eisberg ein individuelles Portrait machen konnten, ließ uns an diesem Tag wirklich bis zum Handy-Wecker-Gesumme schlafen. Wir hatten außerdem ein volles Programm für heute ................. eigentlich......
Bereits um 6.45h war das Frühstücksbuffet eröffnet. Und die erste Ausbootung für den Ausflug "Bootsfahrt zum Eisfjord" sollte für Gruppe A bereits gegen 7.15 losgehen, gefolgt von Gruppe B und dann der 1. Helikopterflug-Gruppe A. Danach sollten die Tenderboot-Gruppen 5 und 6 dran sein.
Wir waren eigentlich in der 9.45h-Gruppe B für den Heliausflug und mit 29 anderen Passagieren in der Bootsausflugsgruppe E. Eigentlich....................
Aber, wir wollten ja Eisberge und bekamen sie auch, so viele, dass Ilulissat für die FRAM nicht erreichbar war. Die Eisberge lagen so kompakt und zahlreich, dass das Risiko, dort hindurch zu manövrieren (und später auch sicher wieder zurück zu können), als zu groß erachtet wurde. Die FRAM gelangte noch nicht mal in die Nähe von Ilulissat, das hinter dieser Eisbarriere lag.

 
Das war auch Pech für die 4 Passagiere, deren Koffer mittlerweile in Ilulissat eingetroffen waren...........................

     
Jetzt war die Reiseleitung gefordert, ein neues Programm für den Tag zu organisieren. Unser Bordfotograf Simon nutzte die Gelegenheit, für alle, die es wollten, das "kreuzfahrttypische" Foto mit dem Kapitän zu schießen.

Zunächst wurden die Brückenbesichtigungen nachgeholt, die am Nebeltag ausgefallen war. Meine skandinavische Gruppe war hübsch überschaubar (ca. 10 Leute) und dank der bisherigen anderen Brückenbesichtigungen machten mir die technischen Fachbegriffe nicht viel Probleme.

In der Zwischenzeit hatte man Kontakt mit Aasiaat aufgenommen, einem Ort mit ca. 3000 Einwohnen und dort organisierte man Einiges für uns.
Und was gab es auf der Fahrt dorthin zu sehen????????


Während Armin schon mit einem der ersten Boote an Land ging, musste ich erst noch ein paar Wale gucken, die zwar ziemlich weit weg und im Gegenlicht waren, aber sie waren nun mal da.


 
Später bin ich dann auch an Land und ein wenig durch den Ort gelaufen. Das Museum und das Touristenbüro hatte extra geöffnet. Im Gemeindesaal gab es Kaffee und Kuchen gegen 16h und eine Stunde später öffnete die Kirche und ein kleiner Chor sang extra für uns, zum Schluß ein Lied mit der Melodie "Stille Nacht, heilige Nacht". Das hatte was.



Gegen 18h waren wir wieder an Bord, hatten unser Abendbuffet genossen ......


und waren in der Observation-Lounge, wo der Auftritt einer grönländischen Trommel-Tänzerin angekündigt war. Die Dame war schon fast auf der Bühne, als Andy, der Biologe, über Mikrofon aufmerksam machte, dass die Wale wieder da waren. Alles stürzte zu den Fenstern, die Grönländerin guckte erst erschrocken, dann erstaunt und lachte. Sie zeigte ihr Programm mit ein paar Minuten Verspätung ......... ohne mich und einer weiteren Handvoll Fotografen, die die Wale vom Bug aus beobachteten.

 
Das Schauspiel, das sich uns bot, ließ uns alle wie wir da standen, einfach nur strahlen vor Freude. Dass wir trotzdem Zeit fanden zu fotografieren versteht sich von selbst.


Es waren 4 Wale, die in der Nähe der FRAM jagten. Die Wasseroberfläche in Schiffsnähe war total ruhig und plötzlich konnte man kleine Wasserwirbel sehen, kleine Luftblasen bildeten einen großen Kreis, und dann tauchten sie auf. Nur unser chinesischer Mitreisende hatte anfangs die Geistesgegenwart zu fotografieren und er freute sich maßlos. "Come to me, come to me" seine wenigen englischen Sprachbrocken beeindruckten die Wale aber nicht sonderlich. Wenn man weiss, auf was man achten muss, dann kann man erahnen, wo die Wale vielleicht nochmal auftauchen, und dann kann man vielleicht auch Glück haben und ein brauchbares Foto davon mitbringen.


 
Ach ja, die Trommeltänzerin......... da ist mir sicher was entgangen, aber ich fühlte mich entschädigt.

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