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Tag 3 - Montag, 19.03.2012

Tja, warum hatte ich eine kurze Nacht????
Grund war eine Schiffsbegegnung - keine normale, nein, natürlich war es ein Hurtigruten-Schiff. Jeden Tag fährt in Bergen ein Schiff ab nach Norden, bis Kirkenes, und kehrt nach 6 Tagen um. Zwangsläufig begegnen sich nord- und südgehendes Schiff, meistens unterwegs, manchmal auch in einem Hafen. Heute würden sich also nordgehend die NORDNORGE an ihrem ersten Tag und südgehend die POLARLYS auf ihrem letzten Tag begegnen

Wenn die Schiffe sich begegnen, grüßen sie sich, nachts nur mit Lichtsignalen, tagsüber lässt jedes Schiff das Schiffshorn 3x erklingen. Wer von den Passagieren an Deck ist, winkt rüber, manchmal mit Unterstützung von Besatzungsmitgliedern.

Auch das ist noch nichts besonderes, aber auf diesem Schiff hatten mehr als 8 Mitglieder des Hurtigforums ihren letzten Tag auf See. Wir haben im Forum eine (freiwillige) Reiseliste, sodaß man erkennen kann, wer wann auf welchem Schiff unterwegs ist und so wird das Winken doch etwas persönlicher. Ich hatte angeboten, auf das Winken zu verzichten, damit sie länger schlafen konnten, aber dieses nicht ganz uneigennützige Angebot wurde vehement abgelehnt.

Also meldete sich mein Wecker um 5.15h - in Worten: um Viertel nach Fünf !!!!!!!!

Gegen 1/4 vor 6h ich draußen auf Deck, und kurz vor halb 7 tauchte die POLARLYS auf.


Beim Näherkommen erkannte ich bei den Rettungsbooten ein Licht, das sich bewegte. Einer unserer Forummacher stand dort mit seiner Taschenlampe und winkte damit. Später erkannte ich auf dem oberen Deck noch einige andere Winker. Und dann waren die Schiffe schon aneinander vorbei. Das war gar nicht so einfach, gleichzeitig mit der Taschenlampe zu winken, zu fotografieren und auch noch zu gucken.

Auf der POLARLYS hatte Jobo (vom Hurtigforum) die gleichen Probleme. Von ihm stammen die folgenden Bilder von der NORDNORGE. Ich stehe vorne unter der Brücke, mein Taschenlampenlicht ist erkennbar.

Es ging jetzt nach Måløy mit einem kurzen Halt dort. Danach bot sich am Ende des Ulvesunds dieser schöne Blick.....

Flåvær Fyr - das Leuchtfeuer wurde 1870 gebaut und 1952 verstärkt, bevor es 1979 automatisiert wurde. Seit dem ist das Leuchtfeuer unbemannt. (Quelle HurtigWiki)
Kurz nach dem Halt in Torvik passierte die NORDNORGE das Leuchtfeuer von Høgsteinen.
Quelle: HurtigWikiEs ist ein alter 11m hoher Ziegelsteinturm aus dem Jahr 1857. Das alte Leuchtfeuer wurde 1905 gelöscht und durch das kleine Leuchtfeuer auf dem Turm ersetzt. Da der Turm aus Ziegeln gemauert ist und Ziegel ein seltenes Baumaterial in Norwegen sind, wurde der Turm unter Denkmalschutz gestellt.
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Mittlerweile zog es sich zu.
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Und selbst in Küstennähe wurde es schon ungemütlich - das versprach spannend zu werden auf Stad......

Stadhavet ( kurz Stad genannt ) ist eine der gefährlichsten Abschnitte der norwegischen Küste. Die freie Seestrecke hat in der Vergangenheit schon viele Opfer gefordert. Grund sind unterschiedliche Strömungen und sich kreuzende, hohe Wellen. Die Seestrecke führt um die Halbinsel Stadlandet, die die Nordsee vom europäischen Nordmeer trennt (Quelle HurtigWiki)
Hier in paar kleine Impressionen:

Eine ganze Reihe von Passagieren war froh, als Stad endlich hinter uns lag.
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Nach dem Halt in Torvik gegen 11.20h standen 3 Stunden Aufenthalt in Ålesund auf unserem Programm, das mit einem Besuch im Aquarium, einer kleinen Stadtrundfahrt mit Besuch auf dem Hausberg Aksla und einem kleinen Spaziergang in der Stadt zurück zum Schiff gefüllt war.

Zusammen mit uns war eine Kindergartengruppe im Aquarium, von der sich der Taucher nach Abschluss der Fütterung ganz besonders verabschiedete.

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Um kurz nach 17h war der Aufenthalt in Ålesund vorbei und die NORDNORGE war nun auf dem Weg nach Molde.
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Auf ungefähr halber Strecke dorthin passierten wir Haugneset Fyr bei Hildrestranda.
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Die Fahrt verlief ruhig und ziemlich pünktlich spiegelte sich die NORDNORGE in den Fenstern eines Hotels am Molde-Hafen. Hier lag schon die MARCO POLO am Kai und die NORDNORGE parkte perfekt vor ihr ein. Wir konnten uns eine Stunde lang in Molde die Beine vertreten.
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Um 18.30h ging es weiter, um 19.00h war Abendessen angesagt, welches für einige Passagiere schnell zu Ende war. Nach dem Verlassen des Molde-Fjords lag nämlich genau jetzt die nächste offene Seestrecke, Hustadvika, vor uns. Auch an meinem Tisch (unsere Gruppe war auf 2 nah beieinanderstehende Tische verteilt) waren plötzlich nur noch die Hälfte der üblichen Mitreisenden anwesend und auch der Nachbartisch hatte nicht mehr die volle Besetzung.
Genau während des Essens kam dann die MS FINNMARKEN vorbeigerauscht. Das Bild durchs Fenster aus dem Restaurant ist .... nunja.... als Doku zu sehen.

Übrigens war der Service heute abend im Restaurant sehr sehr schleppend. Es dauerte z. B. über eine halbe Stunde bis wenigstens unsere Getränkewünsche notiert waren. Auch die Pausen zwischen den 3 Gängen waren ziiiiiemlich lang.

Gegen 22h stand Kristiansund als nächster Anlegehafen auf den Programm. Und wenn man die Hafeneinfahrt kennt, und wenn man weiß, wie toll das Signal des Schiffshorns von den umliegenden Bergen als Echo zurückgesendet wird, dann muss man einfach draußen auf Deck oder zumindest vorne unter der Brücke sein.

Allerdings bin ich nicht an Land gegangen, obwohl dazu eine Stunde Zeit gewesen wäre.
Hm, da war ich überhaupt noch nicht an Land - etwa ein Grund zum Wiederkommen?????

Die Beschreibung des nächsten Reisetages findet man hier.