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Tag 10 - Montag, 26.03.2012

Hatte ich schon gesagt, dass ich Tromsø mag? Natürlich bin ich in der Nacht während des Aufenthaltes dort eine kleine Runde spazierengegangen.

Und das hätte beinahe üble Konsequenzen für mein rechtes Fußgelenk gehabt....

Beim Überqueren der Straße in Domnähe wollte ich mit einem großen Schritt und Auftreten fast am Rand einer großen flachen Wasserlache diese elegant hinter mir lassen...... da ich aber den Rand des gutgetarnten über 20cm tiefer Kraters nicht ganz erwischte, sah es nicht gerade elegant aus, als ich in den abrutschte. Mit Mühe konnte ich einen Sturz vermeiden, jedoch nicht, dass ich ordentlich im Fußgelenk umknickte. Aber Schlimmeres ist nicht passiert und so konnte ich langsam im Schongang ohne Eile mit eigener Kraft wieder zum Schiff zurück. An Bord hab ich dann als allererstes die Tel.-Nr. der NORDNORGE im Handy gespeichert!!!!!

Gegen 1.30h legte die NORDNORGE ab. Da wir aber südgehend waren und somit nicht an der Eismeerkathedrale und unter der Brücke langfuhren, konnte ich die Abfahrt beruhigt verschlafen.

Am nächsten Morgen war das Wetter ............ nun ja.......

Bei fiesem Nieselregen ging es nach Harstad, nur die üblichen Leute waren an Deck, die Knipser vorne unter der Brücke und die Raucher in ihren Reservaten.

Hier in Harstad fand der "fliegende Wechsel am Kai" statt: nordgehendes Schiff legt ab, südgehendes Schiff legt an. Das hatte ja leider am 22. mit der MS LOFOTEN nicht geklappt, aber jetzt mit der MS FINNMARKEN passte es.

Fast alle Passagiere dort waren aber wohl beim Frühstück, nur eine handvoll Winker fanden sich auf den Decks
Nächstes Ziel war nun Risøyhamn. Zu diesem kleinen Ort führt die Risøyrenna.

Es handelt sich dabei um eine künstlich vertiefte Rinne mit  ca. 4,5 km Länge, 6m Tiefe und einer Bodenbreite von 50m. 2 x müssen Richtungswechsel vorgenommen werden. Dieser Kanal wurde 1922 eingeweiht.

In der Nähe liegen einige Moorgebiete und immer, wirklich immer stehen Paletten mit Blumenerde-Säcken verladebereit am KaiSo viele wie dieses Mal hab ich allerdings noch nicht hier gesehen.
Sortland, der nächste Halt
Diese kleine (meine Lieblings-) Insel passiert man kurz vor StokmarknesSo sah es letztes Jahr, auch bei schlechtem Wetter - aber trotzdem besserer Sicht, dort aus..............

Unser nächster Halt war Stokmarknes, die auf Land liegende alte MS FINNMARKEN als Teil des Hurtigruten-Museums war schon von weitem erkennbar.
Mittlerweile war schon die Durchsage erfolgt, dass die im Raftsund geplante Seeadler-Safari wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht stattfinden wird.
Auch beim diesjährigen Aufenthalt in Stokmarknes zog es mich nicht ins Museum, sondern auf die FINNMARKEN und konnte von dort aus beobachten, wie es Richtung NORDNORGE etwas heller wurde .............. ein Schneeschauer unterstrich den Hinweis auf das ungünstige Wetter.

Nun ging es in den Raftsund, das schönste Streckenstück auf der ganzen Reise. Das war es heute allerdings nur für die Hartgesottenen.
Um dieses kleine Inselchen ging es noch herum,dann lag der eigentliche Raftsund vor uns. Und die Flecken auf dem Wasser, das waren Merkmale für die starken Böen, die uns erwarteten.

Schnee kam waagerecht herangepeitscht und tat ganz schön weh im Gesicht und ich war froh, dass ich die Baumarkt-Schutzbrille hatte - Sturmböen, bei denen man sich selbst mittig unter Brücke festhalten musste - Nieselregen in den Pausen, jedoch bei sich drehendem Wind, dass man nicht wußte, wie man die Kamera schützen konnte (außer wegpacken) - wind- aber nicht wasserdichte Handschuhe - eine gute treue Jacke, die dann doch gegen Ende dieser irren Vorstellung ihre Schwachstellen outete.

Aber wir hatten eine tolle Stimmung da vorne, fast die ganze Truppe wollte losspurten, als eine Bö mir meine Schutzbrille von der Nase riss und diese auf dem Boden selbst im Schutz der Reling noch bis um die Ecke zu Seite geweht wurde.....


Norweger, Schweden, Deutsche, Amerikaner, Schweizer, 8 Paxe waren wir dort, die eisern bis zur Anfahrt des Trollfjords ausharrten

Svolvær roch diesmal angenehmer als nordgehend. Der Sturm leistete ganze Arbeit beim Wegpusten der Duftwolken von den vielen bestückten Trockengestellen, dafür war das Gehen auch etwas mühsam, der ein oder andere Ausfallschritt war nötig, um nicht ins Straucheln zu geraten. Gut 90 Minuten betrug der Aufenthalt hier.

Wer wollte, hatte also genügend Zeit, sich "Magic Ice" anzusehen, eine kleine Ausstellung mit vielen verschiedenen Eisskulpturen.

Nach einer knappen Stunde war ich wieder an Bord, die Kamera musste getrocknet werden. Jacke und Hose erhielten Spezialbehandlungen: erst wurde die gröbste Nässe mit einem der Handtücher aus dem Bad abgerieben, anschließend durfte der Fön als Trockner weiterarbeiten. Den Rest erledigte über nach Nacht dank der gut funktionierenden Fußbodenheizung die kuschelige Wärme im Bad.

Auf uns wartete nun das Abendessen. Nein nicht auf alle, eine ganze Reihe Passagiere blieb dem Essen fern, es schaukelte nämlich wieder ordentlich. Gut, dass die Suppe schön angedickt war, so blieb sie auf dem Teller, was man von der relativ dünnen Soße des Hauptgerichts nicht sagen konnte.

Die TROLLFJORD rauschte zu dieser Zeit an uns vorbei, die äußeren Bedingungen ließen jedoch kein Foto zu.

Stamsund war der letzte Halt an diesem Tag gegen 22h, dann ging es über den Vestfjord nach Bodø.

Und über diesen Tag kann man hier lesen.