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Reisetag 02 - Samstag, 17.11.2012

Wäre die Abfahrt gestern wie üblich gewesen, wäre ich heute noch früher aufgestanden, um der NORDLYS zu winken, so gegen 6.15h am Hornelen. Im Tagesplan war die Begegnung überhaupt nicht erwähnt, so fand ich nur wichtig, wenigstens einen Blick auf Florø zu werfen, was mir auch gelang, wie der Schnappschuss mit der Taschenknipse zeigt.

Ca. 7.30h waren die Ladearbeiten noch voll im Gang, maximal eine Handvoll Mitpassagiere waren ebenfalls auf Deck 5 draußen, darunter auch die nette Dame aus dem Bus und ich fragte, wie sie denn geschlafen habe.
"Ach hören Sie auf! Ich bin dauernd im Bett hin und her gerutscht." Und der andere dazugekommene Mitreisende meinte: "Geschlafen??? Wie denn? Aber Ihnen macht das Geschaukel ja wohl nichts, oder??" "Irgendwas hat gepoltert, ist was vom Tisch gefallen!"
Hatte es wirklich so viel geschaukelt??? Ich hab zwar auch was gemerkt und meinte im Halbschlaf, dass vorm Fenster jemand mit einer Laterne winkt, aber es war die Gischt, die beim Rollen des Schiffs mal und mal nicht von der Außenbeleuchtung des Schiffs beleuchtet wurde.
Kurz vor 8h, wenige Minuten nach dem Ablegen in Florø, mitten beim Frühstück - drei magische Töne - und noch mal - und schon rauschte die NORDLYS an uns vorbei.

Es ging durch den Fjord Frøysjøen und in einem eleganten Schwenk an Europas höchster Seeklippe, (das rechte Bild oben) dem 860m hohen Hornelen, nach links erst in den Skatestraumen und weiter in den Fåfjorden, einem Teil des 10 km langen Nordfjord. So ein Pech, dass ausgerechnet hier dann der GPS-Empfänger Probleme hatte, ich hätte schon gerne gewusst, wo genau die POLARLYS wie im Slalom zwischen den Inseln Gangsøya oder Risøya oder Grindøya Kurs auf Måløy genommen hat.


das Leuchtfeuer Buholmen

Die Leuchtfeuer Buholmen und Flåvær sind aber dank unserer Leuchtfeuer-Liste im Hurtigforum eigentlich leicht identifizierbar.


Leuchtfeuer Flåvær

Mittagessen gab es früher als im Plan stand, dieses Mal auch in richtiger Menufolge für mich, sprich etwas Salat vorweg, gedünsteter sehr sehr sehr leckerer Lachs mit einem 1a-Sößchen und Petersilienkartoffeln als Hauptgang und anschließend ein 2-Gänge-Dessert........

Ålesund wurde verspätet angelaufen, damit die Ausflüge aber trotzdem stattfinden konnten, wurde die Liegezeit verlängert. Ich bin auf eigene Faust in die Stadt, eigentlich wollte ich einen Buchladen suchen. Ersatz besorgen für meinen abhanden gekommenen halb gelesenen Krimi. Aber dann bin ich doch lieber durchs Städtchen gelaufen, zu gucken gab es ja genug, trotz des immer wieder einsetzenden Regens.

Dann ging es weiter, Molde war das nächste Ziel. Von den angepriesenen Romsdalsalpene gab es natürlich wegen der frühen Dunkelheit nichts zu sehen. Gut, dass ich geplant hatte, nicht von Bord zu gehen und deshalb bei der Anfahrt vorne auf 5 blieb.
Ein paar Passagiere standen auch dort, die POLARLYS fuhr im Schleichgang.

In Kainähe eine leise Unterhaltung bei einem Paar neben mir: "Ist das jetzt Budu oder wie das heißt?" " Ich glaube ja!" " Schau mal das große Schiff da am Kai, das sieht seltsam aus!" "Das ist ganz sicher ein Forschungsschiff!"
Wir legten hinter dem Schiff an, das schön groß und gut lesbar auf der Seite KYSTVAKT stehen hatte (Anm.: Küstenwache)

Für Molde hatte die POLARLYS auch nur knapp 30 Minuten Liegezeit übrig.
Um 19h gab es dann zum 1. Mal Abendessen am zugeteilten Tisch 18, ein 6er-Tisch für mich und 3 weitere Alleinreisende.
Nach der Vorspeise (Oliven: bäh, Schafskäse: igitt, was Fischiges im Teigmantel: ging so eben) konnte es nur besser werden. Wurde es auch, superzartes Hähnchenbrustfilet mit Gerstenrisotto und als Dessert ein warmes Schokotörtchen mit noch flüssiger Schokoladenfüllung und einem schön giftgrünen leckeren Eis. Dabei passierten wir die riesige Gasanlage Ormen Lange und die RICHARD WITH.
Danach unterhielt uns die offene Seestrecke Hustadvika, und das nicht schlecht, das hatte was!!!
Kristiansund hatte auch nur einen kurzen Halt der POLARLYS zu verzeichnen. Das Spannendste bei diesem Halt war zu beobachten, wie ein sturzbetrunkener Passagier von Bord torkelte und auf dem Kai zwei Schritte vor – ein Schritt zurück – ein Schritt zur Seite und dank Stütze vom Koffertrolley erst am Parkplatz bei einem Auto einigermaßen kontrolliert zu Boden ging.......... Da wir darüber ablegten, ist mir über den Ausgang dieser Geschichte nichts bekannt, wahrscheinlich haben sich die Kaiarbeiter, die in diese Richtung gingen, gekümmert....

Ach ja, nachmittags gab es eine Filmvorführung über Nordlicht, aber nach Konserve war mir nicht.


Der nächste Reisetag-Bericht findet sich hier