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Reisetag 07 - Donnerstag, 22.11.2012
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Beim Frühstück kamen die ersten Kommentare zum Seegang in der Nacht....
Nun ja, mein Obstkörbchen hatte auf dem Tisch die Seiten gewechselt und ja, ich geb es zu, ich bin auch mal wach geworden in der Nacht.
Auf dem Weg zum Frühstück konnte ich auch erkennen, dass es im Gepäckraum (neben meiner Nachbarkabine) sehr sehr kürmelig aussah.
Es ging dann wieder raus, auf Deck 5, Himmelsfarben gucken.

Kurz nach der Einfahrt in den Varanger-Fjord auf dem Weg nach Kirkenes standen wir mit 4 Leuten vorne unter der Brücke und die beiden auf der Steuerbordseite entdeckten Wale in Küstennähe, worauf sie netterweise lautstark aufmerksam machten. Wir konnten sie dann auch noch kurz sehen, als wir rüberspurteten. Es waren meiner Meinung nach Schweinswale.

Eine nette Begebenheit, geschehen draußen auf Deck, wo ja immer die gleichen Leute zu finden waren. Eine Dame sprach mich an. Sie hatte beim Frühstück vom Nachbartisch her gehört, wie ich von meiner Homepage erzählte und den anderen dort befindlichen Reiseberichten und Fotos. Sie bat mich um die Adresse. Ich versprach ihr für später eine Visitenkarte und warnte sie, dass auch relativ viel Text dort vorhanden sei, meistens war ja auf meinen Reisen immer irgendwas los (Flieger weg, Hotelwechsel, Flug gecancelled, Schiff nicht erreicht usw. ). "Ja, das kommt mir bekannt vor, in einem Forum, wo ich auch bin, gibt es auch solche Berichte."
Da war klar, das konnte nur Polarlys (ihr Nickname) sein, die in der Reiseliste stand. Das gab natürlich noch ein großes Hallo.


Kirkenes selber lockte mich nicht. Nur ein paar Schritte zum üblichen Schiffs-Shooting und anschließend in den kleinen Kiosk für ein paar Postkarten. Einiges andere dort wollte auch unbedingt mitgenommen werden, ich konnte nicht "NEIN" sagen. Briefmarken gab es auf dem Schiff, und bei einem leckeren Kaffee wurden die Karten mit etwas Text versehen und anschließend in den Postkasten am Kiosk eingeworden.

Um 12.45h ging es weiter, nun südgehend - wieder nach Hause -, mit ca. 180 Passagieren

Heute hatte ich übrigens bei einem Blick auf meine Armbanduhr den Gedanken "Batterie leer". Irgendwie hatte ich Bettschwere, die Uhr war stehengeblieben - dachte ich - aber nee  1/2 3 und stockdunkel war schon richtig, also konnte es sich bei der Bettschwere nur um Einbildung handeln, weg damit!!!


Ein bisschen Bericht nachpflegen bei einer Tasse Kaffee half die Zeit bis Vardø zu überbrücken. Man konnte zur Festung gehen ("..ist geöffnet, jedoch ohne Personal, bitte werfen Sie 30 Kronen in den Briefkasten, falls Sie dorthin gehen.")
Man konnte aber auch 5 beherzten tapferen Leuten dabei zusehen, wie sie an der Seite des Hafenbeckens ein erfrischendes Bad nahmen, Ice-Dipping genannt.

Das hab ich vom Schiff aus beobachtet und kam kurze Zeit später erst mit einer Dame und dann mit einem Herrn ins Gespräch. Wir sahen uns eine der Mini-Suiten durchs Fenster an. Sie waren nicht belegt, aber es war Licht an und man konnte sich so von außen einen Eindruck verschaffen. Der Mann war nicht das 1. Mal mit Hurtigruten unterwegs und .... er merkte auf, als ich von meiner 1. Reise und Odd (Anmerkung: der Reisebüroinhaber) erzählte. "Odd??? Dinslaken??" Da war was los.  Der Mann war aus Dinslaken, hatte wie immer im besagten, mir bestens bekannten Reisebüro gebucht und vom jetzigen neuen Inhaber die Order bekommen, nach einer weiteren Kundin an Bord zu suchen, um sie zu grüßen. Der Passagier war also schon einige Zeit auf der Suche nach einer "älteren" Dame, die immer mit Fotoapparat unterwegs sei. 2 x habe er sich bei entsprechender Kontaktaufnahme schon Abfuhren geholt.  Die Art, wie er dies erzählte, war einfach umwerfend, ich konnte mich kaum noch beherrschen. Als ich mich dann als diese bewusste "ältere" Dame outete, wurde es nochmals besonders lustig, ich seh wohl wirklich eher nach ein paar Jahren weniger aus als in meinem Ausweis stehen......
Wir hatten einen Heidenspaß.

Nach dem Abendessen und dem kurzen Halt in Båtsford gab es im Konferenzsaal eine Filmvorführung, die ich mir ausnahmsweise nicht entgehen ließ, obwohl ich den Film bereits kannte: HEFTIG OG BEGEISTRET, eine Dokumentation über den Männerchor von Berlevåg.
Leider klappte das Schaukeln der POLARLYS nicht im Takt zu den verschiedenen Gesangsstücken, die im Film vorkamen.

Der Halt in Berlevåg war kurz, sehr kurz: Klappe auf - Auto raus - Klappe zu und weg.  Gute Nacht!

Zum Bericht des nächsten Reisetags geht es hier.